HGM Montur und Pulverdampf 2015

Die Austrian Longbow Society gab sich zum zweiten mal die Ehre, bei Montur und Pulverdampf im Heeresgeschichtlichen Museum/Wien dabei zu sein. Lost Fletcher - unser Späher - begutachtete als Erster die Lagerstätte. Gleicher Ort wie im vergangenen Jahr, also war der Aufbau der Zelte und des Sonnensegels klar festgelegt. Nach und nach formierten sich die Södlner. Morgan und Scheunenschmied kamen fast zeitgleich, Angelika und Co komplettierte die Truppe am Freitag- Nachmittag.
Trommelwirbel.....Wettervorhersage....Sonnnnnnnne!!! Irgendwie gewöhnt man sich an diesen Zustand. Die Vorfreude auf das Wetter und das Fest machte den Lageraufbau zum Kinderspiel. Da Tiere beim Fest nicht gestattet waren, musste unser Lagerhund Mischa zu Hause versorgt werden. Morgan verließ uns am Abend um sich seiner anzunehmen. Auch Angelika zog es nach Hause. Die eigene Liegestatt ist doch angenehmer, verständlich wenn man bald zu zweit unterwegs ist. Lost Fletcher und Scheunenschmied hielten die Stellung. Ein abendlicher Rundgang am Gelände, inklusive Tratsch mit Freunden, schöne Einstimmung auf das Wochenende.

Samstag
Der frühe Vogel fängt den Wurm. 6Uhr Kaffee, munter werden, Lager komplettieren. Die ALBS-Söldner waren wieder vollständig und bereit für die Gäste. Die ließen auch nicht lange auf sich warten. Um sich dem gesamten Publikum zu zeigen, nahm die Austrian Longbow Society auch an der Parade Teil. Ein würdiger Platz hinter der Prima Nocte war uns sicher. Einmal durch das Gelände plus Aufstellung am Paradeplatz. Der Vormittag war gut besucht, das Interesse schlug auch bis in die ALBS-Ecke durch. Der Scheunenschmied hatte alle Hände voll zu tun. Nebst der Schmiedevorstellung und Wissensvermittlung, fertigte er einen Riesen-Nagel für eine Kanone an, ... auf Maß. Reparatur und Improvisation, ganz in seinem Sinne. Der Präsentationstisch hatte Premiere. Ein tolles Stück Handarbeit von Lost Fletcher. So bekamen Morgan´s Textil-Handarbeiten den würdigen Platz, den sie auch verdient hatten. Angelika war eifrig am Werkeln und auch Lost Fletcher wechselte zwischen Erzählbär und Handwerkskunst. Nach einem langen Tag wollte man die Nacht auch nicht unnötig kurz machen.

Sonntag
Das Traumwetter legt noch mal zu, nein keine zweite Sonne aber dafür ein paar Grad Celsius mehr. Neben Parade und Lagerleben/Vorführung blieb auch mal Zeit das gesamte Festgelände mit all den Darstellern zu erkunden. Kontakte pflegen und Gespräche mit Gleichgesinnten, machten die Pausen mehr als erholend. Viele Interessierte und Staunende lösten sich im ALBS Lager ab. Sehr nett, auch wieder bekannte Gesichter zu treffen......Stammpublikum aus dem Vorjahr. Nun da hat man anscheinend nichts verkehrt gemacht. Zwischendurch flammte die Idee des Vorjahres auf. Der Scheunenschmied als Flitzer über das Marktgelände. Dem fehlenden Protokoll aus dem Vorjahr ist es zu verdanken, dass die Gäste nicht unnötig irritiert wurden. Da auch das ALBS Logo auf der rechten A..Backe noch fehlt, war der Scheunenschmied als Werbeträger noch nicht! geeignet. Letztendlich hatte man auch Bedenken, da die Univ. Klinik für Psychiatrie in greifbarer Nähe war. Auch der Umstand, dass walisische Langbogenschützen nicht nackt unterwegs waren - das belegen Bilder - half bei der Entscheidung. Man hat ja Anspruch auf Authentizität.

Nach dem Abendsalut wurde flott zusammengepackt, da das Tageslicht noch genutzt werden wollte. Der Abbau ist ein eingespieltes durchdachtes Ritual. Alle wissen was zu tun ist. Frage und Antwortspiele gibt es nicht. Bevor die Nacht den Tag verschlungen hatte, waren die ALBS´ler auf der Heimreise. Die Söldner hinterließen keine verbrannte Erde, sondern Wissen um ihre Zeit und dankbare Gäste.

Vielen Dank an die Organisation. Ein schönes Fest ist Geschichte.

Dér Scheunenschmied
AD Juli 2015