HGM Montur und Pulverdampf 2014
Die Austrian Longbow Society zog aus, um seinen Anteil an der Geschichte zu präsentieren.
Anreise am Freitag Vormittag bei trüben aber trockenem Wetter. Das Gelände neben dem Exerzierplatz war wie geschaffen für uns, mit erster Reihe fußfrei beim Kanonenschießen. Der Aufbau erfolgte in gewohnter, bewährter Weise. Diskussionen überflüssig. Die Schmiede kaum aufgestellt, war auch schon die erste Lagerhilfe nötig. Wie immer der Renner, verbogene Zeltnägel. Kalt ausrichten und geht schon. Kein Problem für den
Scheunenschmied. Der entspannte Nachmittag wurde für diverse Vereinsinterna usw. genutzt. Erstmals fehlte unser Lagerhund
Mischa. Ungewohnt, ungewollt. Leider waren Hunde bei diesem Fest nicht erlaubt.
Morgan musste deshalb abreisen und den Vierbeiner umsorgen. Nur bis Samstag … rechtzeitig zurück zu Festbeginn.
Lost Fletcher und Scheunenschmied bezogen Stellung und hielten diese bis Entsatz kommen würde. Vormitternachtsschlaf, wichtig für uns. Zumindest für diesen Tag ;-)
Tagwache um 6.30Uhr und schon erste Besucher!!! Ohrwürmer - Ohrschlürfer in der Umgangssprache – hatten es sich bei
Lost Fletcher und dem Scheunenschmied gemütlich gemacht. Authentizität bis ins kleinste Detail *schmunzel*. Ohrwürmer passen in unsere Zeit. Von der Antike bis in die frühe Neuzeit hinein wurden die Tiere pulverisiert als Medizin gegen Ohrenkrankheiten und Taubheit verabreicht. Lagerleben eben. Zu Festbeginn, war auch
Morgan wieder mit von der Partie. Schmiedeesse anheizen und weitere Lagerhilfe für „Arduinnas“, einen fehlenden Nagel für ein Geschütz anfertigen usw.
Das Interesse der Besucher war noch zögerlich, die Abgeschiedenheit des ALBS Lagers machte es den Gästen nicht leichter uns zu finden. Pünktlich um 12.00Uhr Mittag zeigten die Kanoniere ihr Können. Wer noch nicht munter war …….. *LOL*. Der Nachmittag war geprägt von Wissensvermittlung, Vorführung und Fachsimpelei. Das ALBS Lager wurde gefunden und stellte sich als echte Handwerks-Ecke heraus.
Lost Fletcher arbeitete eifrig an den Gänsefedern für die Pfeile. Dazwischen immer wieder Schleifarbeiten am neuen Bogen.
Morgan vervollständigte ihre aktuellen Nadelbinde-Aufträge. Der
Scheunenschmied zauberte Nägel und einfache Ziergegenstände und fand wortreiche Erklärungen zu den einzelnen Arbeitsschritten.
Marco, ein sehr interessierter, netter Zeitgeist war eine echte Abwechslung für das ALBS-Lager. Sein reges Interesse hat Schnuppermitglied-Potential. Es blieb auch Zeit für eine Servus-Runde bei befreundeten Lagergruppen. Der
Scheunenschmied brachte mit seiner authentischen Arbeits-Schattierung eine besondere Farb-Nuance in das Lager von Deutschmeister und Co. Am Abend musste
Morgan wieder zum Lagerhund Mischa. Also sturmfreie Bude für Lost Fletcher und
Scheunenschmied ;-)
Dauerregen und sinnflutähnliche Abschnitte, prägten den Sonntag. Zeit für epochale Ideen des
Scheunenschmied. Zitat:…“ich könnte doch als „Flitzer“, mit ALBS-Logo an den schwer zugänglichen Stellen, durch das HGM Lager laufen“… Zitat-Ende.
Morgan wollte dies - wie immer - sofort schriftlich. Zum Glück war kein Stift bei der Hand. Erst am späten Nachmittag konnte den Besuchern, Handwerk und Wissen in wetterfreundlicher Umgebung dargeboten werden. Der Lager- Abbau war Regenfrei, die Zelte und das Sonnensegel mussten jedoch feucht eingepackt werden.
Fazit
Viele Interessante Gesichter und interessierte Besucher. Manche beehrten uns an beiden Festtagen.
Bogen und Pfeilbau sind immer ein Anlaufpunkt. Die vielen Arbeitsschritte sind komplex und bedürfen einer intensiveren Fragestellung. Das Thema Rund um Stoffe und Färben, wirft einige Fragen bei den Besuchern auf. Der Schaukasten von
Morgan, macht das Erklärte sichtbar und veranschaulicht. Das offene Lager ohne Absperrungen hat sich bewährt und lädt die Interessierten ein. Die, die etwas Abseits erst einmal vorsichtig abwarten, werden durch
Scheunenschmied´s Hammerschläge in Trab gesetzt. Handwerk zahlt sich aus, zumindest wird es von den Besuchern gerne angenommen und entsprechend gewürdigt.
Ein sehr gelungenes Fest mit einem ausgedehnten, geschichtlichen Hintergrund. Wir waren ein Stück davon und das ist gut so.
Danke an das HGM für diese Möglichkeit, uns präsentieren zu dürfen.
Dér Scheunenschmied
AD Juli 2014
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