Bericht Hainburg "Geschichte zum Anfassen 2015"
Hainburg/Schlossberg, eine Kulisse wie es im Buche steht. Bereits zum zweiten mal startete die Austrian Longbow Society ihre Bildungsoffensive. Flankiert von Freunden aus der Szene, mit tatkräftiger Unterstützung der "Arbeitsgruppe Schlossberg". Wettervorhersage für die Tage der Wissensvermittlung, ... Sonne, mit ein wenig Sonne, ab und zu Sonne, viellicht auch ein wenig Sonnenschein. Auf den Punkt gebracht, "bombastische" Wetterverhältnisse. Markus Enengel von der "Arbeitsgruppe Schlossberg" sorgte für die technische Unterstützung um den Schlossberg in neumodischer Manier zu erstürmen/erobern. Ohne geländegängige Fahrzeuge wäre der Aufstieg zur Ruine mit all dem Equipment, ein schier unmögliches Unterfangen.
Sonntag - Aufbau
Trotz des großen Erfolges im vergangenen Jahr, ruhte man sich nicht auf den Lorbeeren aus. Lageraufbau, Sonnensegel und Co, die Anordnung der Stationen die den Schülern "Geschichte zum Anfassen" bieten sollten, waren gut durchdacht und boten ausreichend Distanz um die Zeitabläufe zwischen den Themenbereichen besser einhalten zu können. Das Angebot an die Schulklassen war groß. Eine Stadtführung und sieben Stationen, ein großes Angebot an die Schüler.
Themen im Detail und ihre Darsteller:
.) Hainburg - die Stadtführer
.) Musik - Meister Kolk
.) Bogenbau - Lost Fletcher
.) Küche - Gerhard Rehak
.) Schmiede - Dér Scheunenschmied
.) Holzbearbeitung - Helmut Haindl
.) Militär - Verein Prellhawer
.) Textil - Morgan
Wissensvermittlung, Unterhaltung und ein wenig Flair aus der Vergangenheit. Start zum zweiten "Geschichte zum Anfassen".
Montag früh, die Erstürmung der Ruine. Das Kampfgeschrei der Schüler war schon von Weiten zu hören. Wir alle waren bereit und vorbereitet. Es sollte jedoch kein Kampf sondern ein Gemeinsam werden. Um die Unruhe der Wissenshungrigen wieder auf ein aufmerksames Niveau zu bringen, postierte sich der "Scheunenschmied" - verdeckt und wirkungsvoll - in einer der Schießscharten. Der Beginn einer eindrucksvoll, überraschenden Begrüßung und Einstimmung auf mehr. Erste Station und Ausgangspunkt, Musik in der Kapelle des Areals. Nach einem ausgegorenen Zeitmanagement wurden die Themenbereiche von den Schülern abgearbeitet. Das Interesse war groß und so entstand ein Miteinander, ein harmonischer Ablauf. Die aktive Beteiligung der "Kid´s" und das großartige Engagement der Vortragenden machte aus trockener Wissensvermittlung ein lebendiges Geben und Nehmen. Dankbarkeit auf beiden Seiten.
Wie auch im vergangenen Jahr, gab uns der Bürgermeister von Hainburg die Ehre. Die Presse, hielt die ereignisreichen Tage mit Stift und Feder sowie auch fototechnisch fest. Der Besuch der Bezirksschulrätin war für alle Beteiligten ein besonderes Highlight.
Die Nachmittage wurden für die Erholung genutzt. Wissensvermittlung auf diesem hohen Niveau ist anstrengend. Das gemeinsame Abendessen bei traumhaften Wetter und unbeschreiblichen Sonnenuntergang, ..... braucht es mehr? Das ALBS Lagerfeuer machte das Ambiente zum nächtlichen Highlight. Tagesanalyse, Verbesserungsvorschläge, Rückmeldungen der Klassen und ihrer Lehrer. Heitere Gespräche unter Gleichgesinnten und die Freude auf den nächsten Tag, rundeten die ereignisreichen Tage harmonisch ab. Am Mittwoch - den letzten Tag der Bildungsoffensive - wurde noch einmal alles in Schlacht geworfen. Bis zur letzten Klasse voller Einsatz. Zum Abschluss bot die Station Militär (Verein Prellhawer) noch ein „Gutostückerl“. Eine Melone und ein Salatkopf waren die Protagonisten, die einem Schwert mit stumpfer Klinge die Stirn boten. Mit einem beeindruckenden Hieb teile Christopher die Melone in zwei Teile. Auch der Salat konnte dem wuchtigen Schlag, nichts entgegenhalten. Mit dankbaren Applaus endete das Projekt "Geschichte zum Anfassen 2015". Die Zerstörung von Lebensmittel war aber nicht, ..... Vernichtung im eigentlichen Sinn. Die Melone erfreute so manchen Gaumen und der Salat war RAZ FAZ von der ALBS-Gans "Winnifred" verspeist.
Am späten Nachmittag wurde die Ruine aufgegeben und fast alle traten die Heimreise an. Lediglich die ALBS-Söldner harrten der Dinge und ließen sich noch einen Abend vom tollen Ambiente beeindrucken. Donnerstag Mittag war der Schlossberg leer und alle Beteiligten um ein Wissen reicher,...........GZA 2016 wir sind bereit.
FAZIT:
Mittelalter-Feste mit Wissensvermittlung sind schon eine Herausforderung. Das Projekt "Geschichte zum Anfassen" bei dem 40 Schulklassen .... 1.000!!! Schüler nicht nur Unterhalten werden sondern auch das Wissen um das Mittelalter in besonderer Form mitnehmen möchten, ist schon eine ganz andere "Nummer". Der permanente Kontakt zu den Wissenshungrigen, das Interagieren mit der Klasse und die sofortige Rückmeldung, macht das "GZA" zu einer außergewöhnlichen Herausforderung. Eine Herausforderung die nur mit dem Idealismus der Beteiligten zum Erfolg führt. Die Auswertung der Feedbackzettel, der persönliche Kontakt zu den Lehrkräften und nicht zuletzt der Applaus der Schüler, .......... gibt uns recht.
Danke!!!
Die Austrian Longbow Society möchte sich sehr herzlich bei der "Arbeitsgruppe Schlossberg" für die Mitgestaltung und bei der Unterstützung für den organisatorischen Ablauf bedanken. Danke auch an alle Darsteller, "Meister Kolk" - "Gerhard Rehak" - "Helmut Haindl" und besonders beim Verein "Prellhawer" die den weiten Weg auf sich genommen haben. Ein recht herzliches Danke geht auch an die Lehrkräfte der Schulklassen und an jeden einzelnen Schüler, ohne euch geht es auch nicht.
"Geschichte zum Anfassen" GZA - wir sind ein Stück davon!
Dér Scheunenschmied
AD Juli 2015
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