Bericht Burg Clam 2015
Auf zum letzten Kampf, zum letzten Feldzug für dieses Jahr. Die Burg Clam galt es zu erobern und zu halten. Lost Fletcher und Morgan bildeten die Vorhut. Das Terrain erkunden und Zugänge auskundschaften, Spezialgebiet für diese zwei ALBS Profis. Oberstes Gebot, keine Gefangen machen!
Der Scheunenschmied rückte am Freitag zum Söldnertross auf. Im Gepäck, der Rest der Ausrüstung, Werkzeug für die in der Schlacht anfallenden Reparaturarbeiten und noch vieles mehr. Erstaunen beim Eintreffen! Dem Grundsatz zum Trotz, die Vorhut in Ruhestellung und in aufmerksamer Bewachung eines Gefangenen. Ein echter Wilder, eine echte Wilde. Das Geschlecht, schlecht zu erkennen. Eine haarige Gestalt mit unbekannter Sprache. Nägel wie Tigerkrallen und ebenso lange Barthaare. Nicht erobert, quasi zugelaufen. namenlos und unverständlich, aber hilfsbedürftig. Vielleicht zwei Wochen alt war das Kätzchen und der ganze Schatz des Trupps. Kein Lösegeld der Welt hätte dieses Katzenbaby aufwiegen können.
Nun die Schlacht wurde kurzer Hand abgesagt und auf nächstes Jahr verschoben. Am Fuße der Burg wurde das Lager vollständig aufgebaut und für die angesagten Markttage vorbereitet. Statt Kampf eben Bildung und Handwerkskunst...mal was anderes.
Der Kaffee am Morgen ist immer etwas Besonderes. Mentale Einstimmung auf das Bevorstehende. Die Babykatze bekam ihre Milchflasche. Drei Söldner mit Katz und Hund, das hat schon was. Der Einmarsch der ersten Besucher war auch das Startsignal für die Austrian Longbow Society. Ein sonniger Tag stand uns bevor und die Wissenshungrigen ergänzten das Ambiente mit Fragen und Staunen. Für Abwechslung sorgte die Statistenrolle der ALBS bei den Ritterspielen. Kurzer Hand engagiert, konnten wir auch unsere theatralische Schauspielkunst dem Publikum darbieten. Der lange Markttag endete mit Essen vom Lagerfeuer. Die Besprechung und Vorbereitung auf unser alljährliches Clout Turnier war dann auch abendfüllend. Bevor der Mond die Spitze des Burgturms erreichte, schlief das ALBS Lager bereits. Wohlwissend, dass der nächste Tag uns alles abverlangt würde.
Der Sonntag, Sonnenschein und keine Aussicht auf Regen. Abends trocken Abbauen, da stellt sich Beruhigung ein. Der Scheunenschmied hatte auch am zweiten Tag alle Hände voll zu tun. Zeltnägel und Reparaturen, es gibt immer was zu tun. Nebst dem Schmiedegeruch, konnten die Besucher auch die mittelalterliche Luft des Lagers schnuppern. Bogen, Pfeil und Spitze ließ so manches Herz höher schlagen. Morgan erntete Lob und wohlwollendes Staunen. Mittelalterliche textile Handwerkskunst, hier gab es einiges zu Erklären. Der "Besucherstrom" legte nochmals zu und so gab es kaum Zeit zur Erholung.
Der Abbau des Lagers könnte man als "tiefenentspannt" bezeichnen. Das Lagersegel fiel wie der Vorhang eines Bühnenstücks. Viele Hände machen ein schnelles Ende. Ein eingespieltes Team die Söldner. Kurz nach Sonnenuntergang war das Lager abgebaut und die Burg Clam 2015 Geschichte. Die Geschichte hatte jedoch noch kein Ende, denn die Austrian Longbow Society machte einen Gefangen und gab ein Versprechen ab,... im nächsten Jahr fällt die Burg, Gefangene, ... ausgeschlossen!
Vielen Dank an den Veranstalter Forum Antiquum für die Unterstützung.
Dér Scheunenschmied
AD August 2015
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